Zerbrochne Köpfe im zerbrochnen Krug
Im Unterricht Theaterstücke zu lesen ergibt jetzt auch nicht so viel Sinn, dachten wir, der 12er-Kurs bei Herrn Teevs. Deswegen wollten wir am 18. Februar das Stück „Der zerbrochene Krug“, von Kleist geschrieben, selbst einmal erleben.
Nach einem leckeren Essen kamen wir fast zu spät im Saal an, zum Glück kennen wir uns gut mit dem Thema Zeitmanagement aus… Um eines vorwegzunehmen: Das Stück war zumindest besser als befürchtet und wurde so gut dargestellt, wie man ein einfaches Stück eben darstellen kann. So waren viele Elemente und Stilmittel in der Bühnenkomposition vertreten. Diese konnten die Art der Personen von mehreren Seiten beleuchten und einen besseren Blick ermöglichen.
Wir fanden den Zeichner, der das Bühnenbild live veränderte auch sehr interessant eingebunden, dieser konnte mithilfe der Grafiken im Hintergrund einige Aspekte noch einmal gut beleuchten. Herr Teevs hat den Illustrator erst gar nicht bemerkt, da er unten vor der Bühne saß. Trotzdem gab es hier und da ein paar Textunsicherheiten und einige waren auch der Meinung, Eve würde nicht in ihre Rolle passen. Auch war einiges aus dem Stück mühsam langgezogen, so zum Beispiel das Essen von Adam und Walter. Hier wurde mit den vorherigen intellektuellen und komplexen Wortwechseln gebrochen, was etwas seltsam und unpassend rüberkam. Auch orientierte sich die Inszenierung textlich sehr stark an dem Original. Es fand kein wirklicher Stilbruch statt, welcher das Stück bestimmt interessanter gemacht hätte.
Der zerbrochene Krug
In „Der zerbrochne Krug“ zeigt Heinrich von Kleist, wie leicht es ist, ein Liebespaar durch Vorurteile zu trennen, und wie schwierig es ist, Korruption aufzudecken. Unsere Aufführung von Schüler:innen für Schüler:innen findet am Montag, dem 31. März, um 19:00 Uhr in der Aula statt, Eintritt frei, wir sammeln Spenden für die Schultheaterarbeit. Am Dienstag, dem 01. April, und am Mittwoch, dem 02. April finden zwei öffentliche Aufführungen in der Kniki statt, Eintritt 10€, ermäßigt 5€. Karten für die Kniki gibt es im Sekretariat, in der Buchhandlung Lesezeichen oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ein neues Format in Lutter
Am 15. Februar veranstalteten die Kunstkurse der Oberstufe von Kerstin Bornmann und das Kammerorchester unter der Leitung von Juliane Örtl-Raecke in der St. Georg Kirche zu Lutter am Barenberge eine Matinee. Zu sehen waren Dioramen mit Darstellungen von Landschaften, die im Zusammenhang mit der Behandlung von Caspar David Friedrich im Kunstunterricht entstanden waren. Wer mochte, konnte, verwöhnt durch kleine kulinarische Leckerbissen, vor Beginn des Konzertes und nach diesem die Werke der Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs bestaunen. In dem etwa einstündigen Programm des Kammerorchesters waren Werke von Händel, Vivaldi, Bruckner u.a. bis hin zu moderner Film- und Popmusik zu hören. Johanna Below, Nadine Mrugalla, Leni Siebert, Julia Rutz und Justus Buttke waren zudem als Solistinnen und Solisten zu hören. Langanhaltender Applaus eines großartigen Publikums war der Dank für die Darbietung.
Großmeister trifft auf Amateure
Supergroßmeister Vincent Keymer kommt am 14.03.2025 an das Gymnasium Salzgitter-Bad zum Simultanturnier. Wir können mit Freude verkünden, dass wir Vincent Keymer für ein Simultan an 35 Brettern gewinnen konnten. Das Projekt lautet "Großmeister trifft auf Amateure" und bietet im halbjährlichen Rhythmus Vereinsspielern, Schülerinnen und Schülern aus Salzgitter die Möglichkeit, sich mit einem Großmeister zu messen. Die Schachveranstaltungen in der Cafeteria des Gymnasiums Salzgitter-Bad sind mittlerweile eine Kultveranstaltung und werden seit über zwei Jahren durchgeführt. Mit Vincent Keymer konnten wir den stärksten deutschen Schachspieler gewinnen, der als Super-GM mit einer Spielstärke von 2731 Elo (Stand: Weltrangliste vom 01.02.2025) zur Weltspitze gehört. Erst diese Woche schlug er in der ersten Halbfinalpartie im Freestyle Chess den weltstärksten Schachspieler Magnus Carlsen auf Schloss Weissenhaus in Ostholstein.
Wir bedanken uns recht herzlich bei den Sponsoren und freuen uns auf zahlreiche Gäste und Zuschauer. Austragungsort ist wie immer die Cafeteria. Um 13:45 Uhr beginnen die Schachpartien, die Teilnehmer stehen fest. Ermöglicht wird diese Veranstaltung durch den Hauptsponsor, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung aus Hannover. Ein Dank ebenso an den Förderverein Gymnasium Salzgitter-Bad und last but not least an Christian Koschetzki, der als Motor und Initiator dieser Events viel Kraft und Zeit investiert. Sein unermüdliches Engagement füllt die Kooperation zwischen der Schachvereinigung Salzgitter e.V. und dem Gymnasium Salzgitter-Bad mit Leben.
Brockenwanderung der 11D
Am Donnerstag, den 30.01.2025, haben wir (die Klasse 11D mit unseren Klassenlehrern, Herrn Pook und Herrn Teevs) einen für diese Jahreszeit eher ungewöhnlichen Klassenausflug gemacht: eine Wanderung auf den Brocken. Schon um 7:25 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Ringelheim, um mit dem Zug nach Bad Harzburg und anschließend mit dem Bus zum Torfhaus zu fahren. Alles lief nach Plan, sodass wir um circa 8:40 Uhr am Torfhaus angekommen sind.
Und schon ging es los. Über den Goetheweg sind wir nach circa 3 Stunden und insgesamt 8 km auf dem Brocken angekommen. Das Wetter ließ zu wünschen übrig. Schon als wir losgingen, nieselte es. Der Weg war teilweise sehr rutschig, sodass auch Stürze nicht vermieden werden konnten. Es begann zu schneien und wurde immer kälter. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee lag und desto stürmischer wurde es. Durchgefroren, aber auch erleichtert sind wir schließlich auf dem Brocken angekommen. Um uns aufzuwärmen und zu stärken, besuchten wir das Gasthaus „Brockenwirt”. Nach 30 bis 45 Minuten Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Dieser war deutlich einfacher und fühlte sich viel schneller an als der Hinweg. Leider hatten wir keinen Schlitten mit dabei, deshalb mussten wir den ganzen Weg zu Fuß wieder zurück. Es wurden Lieder gesungen, Schneeballschlachten gemacht und es wurde auch versucht, den Berg wie ein Pinguin runterzurutschen, was nicht so richtig funktionierte. Als wir erschöpft unten am Torfhaus ankamen, war das Wetter deutlich besser als zu Beginn der Wanderung. Bis unser Bus um 15:16 Uhr kam, verbrachten wir unsere Zeit im Nationalpark-Besucherzentrum.
Um circa 16:30 Uhr sind wir schließlich wieder am Bahnhof in Ringelheim angekommen und konnten uns darauf freuen, unsere Mathehausaufgaben zu erledigen, auf welche uns Herr Pook im Zug extra nochmal hingewiesen hat.
Insgesamt war der Klassenausflug ein voller Erfolg. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, trotz der Kälte, der nassen Füße und des darauffolgenden Muskelkaters. Würden wir eine Brockenwanderung wieder machen? Wahrscheinlich eher nicht zu dieser Jahreszeit. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und die Erfahrung definitiv wert!